Der Entwicklungsprozess

Überblick

Die Berliner Landesregierung hat sich in den Richtlinien zur Regierungspolitik 2023–2026 das Ziel gesetzt, Queerfeindlichkeit und Hasskriminalität gegen LSBTIQ+ Personen (LSBTIQ+ ― Lesben, Schwule, bi+sexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen (das ‚+‘ dient als Platzhalter für weitere vielfältige Geschlechtsidentitäten, sexuelle Orientierungen und Selbstbezeichnungen) konsequent zu bekämpfen und die zum Schutz queerer Personen bereits bestehende Anti-Gewalt-Arbeit weiter zu stärken. 

Um diese Ziele zu erreichen, wurde im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsverfahrens mit den LSBTIQ+ Communitys und der Stadtgesellschaft eine „Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit“ erarbeitet. Gemeinsam wurden Ziele und zentrale Handlungsfelder definiert, Bedarfe analysiert und Maßnahmenvorschläge entwickelt. 

Am 08.08.2025 übergab der Runde Tisch die gemeinsam mit Zivilgesellschaft und Verwaltung erarbeiteten Empfehlungen für eine Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit – gegen Queerfeindlichkeit an die für LSBTIQ+ zuständige Fachverwaltung zur weiteren Befassung. Am 24.03.2026 hat der Senat von Berlin die Landesstrategie für queere Sicherheit – gegen Queerfeindlichkeit beschlossen.

Runder Tisch

Gesteuert wurde der Entwicklungsprozess von dem Runden Tisch „Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität“, unter Leitung der Ansprechperson Queeres Berlin. Hier wurde über übergeordnete Ziele, Handlungsfelder, Zwischenstände und Prozessschritte diskutiert, die verschiedenen Stränge des Prozesses zusammengeführt und eine Beschlussfassung erstellt.

Am Runden Tisch waren Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Verbänden beteiligt.

Sehen Sie sich unser Video zur Beteiligungskonferenz auf Instagram an.

Arbeitsgruppen

Die grundlegende inhaltliche Arbeit zur Entwicklung der Landesstrategie leisteten handlungsfeldspezifische Arbeitsgruppen. Sie kamen in zwei zentralen Phasen des Prozesses zusammen, um Probleme und Herausforderungen zu benennen, Zielstellungen zu formulieren, bereits bestehende Maßnahmen gegen Queerfeindlichkeit und Hasskriminalität zu bewerten und Vorschläge für zukünftig umzusetzende Initiativen und Projekte zu erarbeiten. 

Die Arbeitsgruppen brachten Personen mit Fachwissen zu den verschiedenen Handlungsfeldern zusammen und waren beteiligungsoffen.

Beteiligungskonferenz

Eine Beteiligungskonferenz brachte etwa 150 beteiligte Personen zusammen, die den Entwurf zur Landesstrategie diskutierten und weitere Impulse in den Prozess einbrachten. 

Senatorin Cansel Kızıltepe, Staatssekretär Max Landero, der Queerbeauftrage Alfonso Pantisano und Vertreter*innen zahlreicher Vereine, Verbände und Verwaltungen nahmen Teil an der Veranstaltung teil, die auch den Abschluss des Beteiligungsverfahrens markierte.

Empfehlungen

Im März 2024 wurde der Beteiligungsprozess im Rahmen einer Kick-Off Veranstaltung im Roten Rathaus. Eröffnet. Im August 2025 hatte der Runde Tisch "Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität" seine Empfehlungen zur Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit einstimmig beschlossen und das Dokument an die Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung als federführende Verwaltung übergeben. 

Im März 2026 wurde die Landesstrategie vom Berliner Senat beschlossen.